Seit kurzem habe ich dank meiner Freundin den Spaß am Laufen entdeckt. Vorher dachte ich immer, das wäre nichts für mich und es macht eh nur die Wirbelsäule kaputt und blieb daher beim Fahrradfahren, Inline-Skaten und Schwimmen. Da zwei Sportarten davon nur so richtig Spaß machen, wenn das Wetter schön ist und auch nur im Sommer funktionieren und ich nicht immer Lust auf Schwimmen gehen habe und auch die Preise der Schwimmbäder in Hamburg eher luxuriös sind, blieb da nicht viel übrig für Schlechtwettertage. Auch kann ich in der Umgebung der neuen Wohnung kaum noch skaten, da der Bodenbelag eher schlecht als recht ist. So lies ich mich dann doch drauf ein, mal mit ihr zusammen laufen zu gehen. Und siehe da, so schlimm war es dann gar nicht. Im Gegenteil. Es machte mir soviel Spaß und ich lief mit meinen alten Laufschuhen (jaha, die habe ich damals noch in der Schulzeit von meiner Mutter bekommen, weil sie keine Streifen auf den Hallenboden machen. Zufällig waren es auch gleich Laufschuhe ;)) so oft, dass ich mittlerweile einen Bluetooth Herzfrequenzgurt von Polar gekauft habe, die Pro Version von Runtastic für Android und am Wochenende jetzt auch endlich neue Schuhe, die meine Senkfüße unterstützen, besitze. Über die Geschlechterspezifische Arbeitskleidung (Alltagssexismus Teil 2 nach den bunten Schließfachbändern im Schwimmbad) habe ich mich schon auf ADN aufgeregt, muss es aber an dieser Stelle nochmal erwähnen, weil mir sicher nicht alle Leserinnen und Leser dort auch folgen.

Soweit der Einleitung. Nun möchte ich kurz die einzelnen Produkte soweit ich sie bisher getestet habe vorstellen:

POLAR Brustgurt H7 WearLink

Der H7 werwendet die Bluetooth Smart-Technologie, d.h. einen Teil der Bluetooth 4.0 Spezifikation, auch Bluetooth Low Energy genannt, da damit der Stromverbrauch des Smartphones und des Gerätes drastisch reduziert wird im Vergleich zu herkömmlichen Bluetooth 2/2.1 Verbindungen. Wichtig beim Gurt war mir erstens, dass man die Batterien selbst wechseln kann, da ich keine Lust habe, ein vermeintlich billigeres Produkt zum halben Preis zu kaufen, wo mich der Batteriewechsel dann nochmal den Anschaffungspreis kostet. Dann doch lieber mehr in etwas sinnvolles investieren. Zweitens sollte der Gurt natürlich mit meinem Nexus 4 funktionieren. Da ich daraus schon Android 4.3. nutze, welches Bluetooth 4.0 Unterstützung mitbringt, war ich auf der sicheren Seite. Viele Rezensionen (zeitlich weit vor Android 4.3. Veröffentlichung) auf amazon.de beklagen fehlende Funktion bei ihren Smartphone, vernachlässigen dabei aber, dass Bluetooth Smart entweder mit Android 4.3 unterstützt wird oder vom jeweiligen Hersteller selbst implementiert werden musste. Der Gurt erfüllte also meine zwei Bedingungen und war zeitgleich noch um 29% reduziert als ich ihn ansah, also war die Sache schnell klar.

Runtastic Pro

Da runtastic die beliebteste Laufapp ist, brauche ich darüber glaube ich nicht viele Worte zu verlieren und fasse nur kurz zusammen, was mir daran gefällt und was nicht so sehr. Ich verwende momentan Version 4.1.1 und hauptsächlich habe ich mir die App wegen der Möglichkeit des Intervalltrainings gekauft. Wo wir auch schon gleich beim ersten Kritikpunkt wären. Es ist wirklich toll, dass man zu den Intervallen immer Ansagen bekommt wie lange die einzelnen Stücke noch dauern und in welchem Pulsbereich man läuft. Aber wieso zur Hölle kann ich dem Ding keine Bausteine vorgeben, also wiederkehrende Intervalle und dann sagen, ich möchte so und so viel mal diese Bausteine hintereinander haben oder einfach so oft, bis ich aufhöre. Wieso muss ich jeden Baustein erneut eintippen und habe dann eine feste Anzahl die entweder zu lang oder zu kurz ist. Diese Funktionalität wäre sicherlich auch recht einfach zu programmieren. Der zweite Punkt der mich stört ist, dass wenn man Musik beim Laufen hört, dass die Ansage der verbleibenden Zeit diese immer unterbricht. Gerade am Ende eines Intervallstückes ist die Ansage des 20s, 10s, 3,2,1 Restes extrem nervig, wenn man Musik hört. Wieso kann man es nicht über die Musik legen?

Zusammenfassung

Mit den neuen Schuhen und der App in Verbindung mit dem Herzfrequenzmessgurtes macht Laufen mir richtig viel Spaß und ich bin an meinen Regenerationstagen schon immer ganz traurig, dass ich nicht laufen kann. Wenn Runtastic seine App noch ein wenig ausfeilt gibt es für mich nichts, was mich an meiner gewählten Kombination stören würde und kann sie nur jedem empfehlen und freue mich aber genauso über Tipps, was ich vielleicht noch nicht kenne oder übersehen habe!


4 Kommentare

Jan · 8. Dezember 2013 um 16:44

Hej, danke für deinen Bericht. Habe vor einiger Zeit aus Versehen den BTLE Polar 7 erstanden, nur um dann festzustellen, dass ich dafür auch Android 4.3 brauche… Nun mit Nexus 4 leider noch keine App gefunden, die ihn vernünftig unterstützt. Bin normalerweise auf Endomondo unterwegs, das kann leider noch kein BTLE und kostet Premium auch im Abomodell. Werde nun auf Runtastic Pro wechseln. Danke 🙂

    Benni · 8. Dezember 2013 um 16:50

    An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, dass Runtastic nach meinem Blogpost von Springer übernommen wurde. Sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man persönliche Datenauf die Runtastic Server hochlädt/hochladen will:

    http://www.zeit.de/digital/internet/2013-10/springer-digital-apps-runtastic

      Jan · 9. Dezember 2013 um 21:16

      Hmpf. Schon eine Alternative gefunden?

        Benni · 12. Dezember 2013 um 20:48

        Ne, leider nicht. Ich lade meine Tracks einfach nicht mehr hoch. Das Webportal hat mich aber eh nie gereizt.

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