Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Dell XPS13(2015) Developer Edition

Nach der großen Odyssee das Laptop zu bestellen (mittlerweile kann man die Developer Edition direkt von der Produktseite kaufen, indem man auf weiter klickt und sich Modelle 8 und 9 ansieht), habe ich meinen FHD XPS13 mittlerweile erhalten und konnte schon ein wenig Erfahrungen damit sammeln.

Zur Hardware wurde ja schon genug geschrieben, so dass ich mir das hier sparen werde und nur auf meine Erfahrungen im Zusammenspiel mit aktuellen Linux-Distros eingehen werde.

Zur vorinstallierten Ubuntu-Installation kann ich nicht viel sagen, da ich als Arch-Nutzer keine Lust hatte, wieder zu Ubuntu zurückzugehen. Eins jedoch: Die Dell-Wiederherstellungsroutine, die ein Image auf einem externem Speichermedium erzeugt, funktioniert beim First-Boot-Wizard nicht, was ich schon etwas nervig fand, da es das Erste ist, was einem entgegen kommt. Ich habe gelesen, dass sie funktioniert, wenn man sie nach dem Abschluss der Installation separat aufruft. Hab ich aber nicht ausprobiert.

Anschließend habe ich Antergos installiert, welches mit einem 4.0 Kernel daher kommt. Die meisten Dinge funktionieren erfreulicherweise schon „out of the box“, lediglich ein paar Kleinigkeiten sind noch nervig. Die Soundkarte wird aufgrund der Dellseitigen Verwendung mit unterschiedlichen Kernel-Versionen unterschiedlich initialisiert, so dass es vorkommen kann, dass man gar keinen Sound hat. Diese Diskussion zum kommenden 4.1-Kernel zeigt dies ganz schön. Auch ermöglicht einem der 4.0.2-Kernel noch nicht alle Stromsparfunktionen des Laptops zu verwenden, so dass man im Idle etwa 4,8 W verbraucht, was dennoch schicke 12 Stunden Laufzeit ergibt. Verwendet man einen 4.1-Kernel, der leider mit den angesprochenen Ton-Problemen daher kommt, senkt sich der Idle-Verbraucht auf 3,4 W, was dann zwischen 15 und 18 Stunden Laufzeit bringt, eine beachtliche Steigerung! Hier sollte aber angemerkt werden, dass der Idle-Modus natürlich nur erreicht wird, wenn man das Laptop nicht wirklich benutzt und die potentiellen Laufzeit natürlich nur eine theoretische ist. Dennoch sollte sich Version 4.1 in der Akkulaufzeit deutlich bemerkbar machen.

Um die Probleme mit proprietären Treibern zu umgehen, habe ich zudem die interne Dell-WLAN-Karte (Broadcom-Chipsatz) gegen eine Intel 7265AC getauscht, die im offiziellen Linux-Kernel unterstützt wird. Bis auf ein paar kleine Probleme mit älteren Kernel-Versionen läuft die Karte wunderbar. Ab 4.1 sollte sie dann völlig unterstützt werden.

Das Touchpad machte zu Beginn auch noch ein paar Probleme und war eigentlich kaum benutzbar. Verwendet man diese config-Datei für synaptics, sind die meisten Probleme schon mal weg. Auch das wird sich sicher in Zukunft noch verbessern. Die Hardware ist ja doch noch recht neu.

Das FHD-Display ist super und die Auflösung besser als ich erwartet habe. Man sieht nur mit Anstrengung Pixel und die Schrift ist doch schon recht klein, so dass die QHD-Version für mich völlig unnötig erscheint. Aber schon allein wegen des matten Displays würde ich jederzeit wieder zur FHD-Variante greifen.

Sieht man von den Problemen ab, die wohl jede komplett neue Hardware hat und ersetzt man die verbaute WLAN-Karte mit der Intel-Karte, hat man mit dem Laptop schon recht viel Spaß mit aktuellen Distributionen. Für Arch gibt es auch einen Kernel im AUR, der alle bisherigen Patches mitbringt. Dieser läuft hier, schaltet man die PSR-Option aus, wunderbar. Ich freue mich allerdings schon auf die Stromsparfunktionen in 4.1 und später.

Ein Kommentar

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