Gerade in Zeiten von PRISM, Tempora und allgemeiner Überwachung fragt man sich immer wieder, was man dagegen tun kann, wie man sich schützen kann.

Einen kleinen Schritt in diese Richtung hatte die letzte Spendenkampagne der GNOME Foundation, bei der 20.000 Dollar für Verbesserungen der Privatshäre gesammelt werden sollten.

GNOME ist ein sogenanntes Desktop Environment, was im Deutschen mit dem Begriff Arbeitsumgebung bzw. Desktop-Umgebung beschrieben wird. Dabei geht es im Großen und Ganzen prinzipiell darum, wie das Betriebssystem aussieht, z.B. Fensterrahmen, Scroll-Leisten oder eben Leisten mit Programmstartern, der Uhr etc. Zusätzlich versteht man darunter auch noch integrierte Programme, wie z.B. eine Dokumentenübersicht, einen PDF-Viewer, einen Routenplaner, etc.

Welche Punkte werden nun mit dem verfügbaren Geld angegangen? Zum Einen wäre die Tor-Integration hervorzuheben, die das Ziel hat, die Benutzung von Tor in GNOME so einfach wie nur möglich zu machen, so dass der Otto-Normal-Anwender sich nicht erst stundenlang mit der Tor Doku herumschlagen muss.

Weitere Verbesserungen beinhalten verbessertes VPN-Routing, verbesserte Unterstützung für Festplattenverschlüsselung, sowie u.a. Sicherheitsregeln, die die Rechte der einzelnen Anwendungen kontrollieren, ob sie z.B. „nach Hause telefonieren darf“ oder nicht.

Ich freue mich sehr, dass die Kampagne so schnell erfolgreich war und darüber, dass nun einer breiteren Öffentlichkeit Werkzeuge an die Hand gegeben werden, sich der immer weiter ausufernden Überwachung zu erwehren. Natürlich sollte dies nicht das politische Element verdrängen, dass man weiterhin in aller Öffentlichkeit eindrücklich dagegen protestiert! An dieser Stelle auch gleich ein Hinweis für die geplanten bundesweiten Aktionen gegen Prism und Tempora am 27.7. (kommenden Samstag): http://demonstrare.de/demonstrare/27-07-stopwatchingus-deutschlandweite-proteste-gegen-prism-und-tempora